Gesund, komfortabel, feuersicher – Flachs als Dämmstoff

Wer heute baut, muss an morgen denken und Verantwortung für kommende Generationen tragen – egal ob im Wohnhaus, im Gewerbebau oder bei der Sanierung historischer Gebäude. Flachs als ökologischer Dämmstoff bietet dafür die ideale Grundlage: Er wächst schnell, kann völlig ohne Pflanzenschutzmittel angebaut werden und ist häufig vollständig recycelbar. Zudem ist der Dämmstoff CO₂-positiv und trägt damit zur Reduzierung von Treibhausgasen bei. So lassen sich Dächer, Wände und Böden energieeffizient dämmen und gleichzeitig wertvolle Ressourcen schonen. Wer sich für Flachs entscheidet, setzt auf eine Bauweise, die Wohlbefinden, Klimaschutz und Zukunftssicherheit in Einklang bringt.

Der Wiki-Baum
Sommerlicher Wärmeschutz  
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Verbessert Raumklima –
beugt Schimmelbildung vor 
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Hergestellt aus schnell
nachwachsenden Rohstoffen
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Keine statische Aufladung von Oberflächen möglich  
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Regional gewachsen und
produziert, recyclebar    
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Leicht zu verarbeiten  
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schadstofffrei
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Recycelbar 
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Sehr langlebig und wertsteigernd  
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CO₂-positiv   
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Feuchtigkeits- und temperaturregulierend   
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gute Schalldämmung 
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Bietet einen natürlichen
Schutz vor Schädlingen  
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Verbessert die Umweltsituation 

Sie dienen als kompostierbare, diffusionsoffene Dämmung für Dach, Wand, Decke und Fußboden bei höchsten ökologischen Ansprüchen. Sie benötigen zur Formhaltung und Stabilität eine Bindefaser. Es kommt eine pflanzliche Stützfaser zum Einsatz, die zu 100% aus natürlichen Rohstoffen besteht und vollständig kompostierbar ist. 

Lose ungekürzte Flachsfaser, die zum Abdichten von Fugen, Hohlräumen, Zwischensparren, Holzbalkendecken und unregelmäßigen Zwischenräumen eingesetzt wird. (z. B. um Fenster und Türen).  

Für dieses Dämmprodukt wird die gesamte Flachspflanze durch einen Mahlvorgang aufbereitet. Sehr gut geeignet für horizontale Bauteile, Zwischenwände, als Raumfüllung, oder auch als Zusatz für Lehmputze.   

Als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt hat sich Flachs heutzutage als moderner Baustoff etabliert. Als Dämmstoff vereint Flachs ökologische Nachhaltigkeit mit exzellenten bauphysikalischen Eigenschaften. Guter Flachs-Dämmstoff von ökologischen Herstellern ist schadstofffrei, vielseitig einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Er fördert angenehme Temperaturen, ein gesundes Raumklima und effektiven Schallschutz – eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen wie beispielsweise Mineralwolle. Ein wichtiger Vorteil gegenüber mineralischen Dämmstoffen ist der sommerliche Wärmeschutz: Naturdämmstoffe wie Flachs haben eine höhere Masse im Vergleich zu mineralischen Dämmstoffen bei ähnlichen Dämmwerten. Das bewirkt, dass sie die Wärme im Sommer deutlich besser speichern können und erst später an den Innenraum abgeben. Siehe hierzu auch unseren gesonderten Artikel zu sommerlicher Wärmeschutz. 

Die Pflanze wächst schnell nach, benötigt wenig Wasser und in der Regel auch kaum oder keine Insektizide sowie Herbizide. Die Herstellung ist energiearm und die reinen Flachs-Produkte sind vollständig recycelbar. Ein großer Vorteil von Flachs als nachwachsendem Rohstoff ist seine gute Fähigkeit, CO₂ zu binden. So nimmt ein Hektar Flachs während einem Jahr etwa 3,7t CO₂ auf (Gomez-Campos et. al.) Dieses Kohlendioxid bleibt im späteren Baustoff dauerhaft gebunden und wird nicht wieder freigesetzt. Die Produktion des Flachs-Dämmstoffs ist ebenfalls sehr energiearm. Da die gebundene CO₂-Menge, die durch Anbau und Herstellung verursachten Emissionen deutlich übersteigt, gilt Flachs ebenfalls als klimapositiv. Damit trägt Flachs aktiv zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung bei.  

Flachs-Dämmmaterialien sind sehr robust und halten bei guter Pflege (dauerhafte Feuchtigkeit unter 20%) über Jahrzehnte hinweg, ohne an Effektivität zu verlieren. Diese Schätzung ist konservativ, da es keine Untersuchungen oder Studien dazu gibt. Das macht Flachs im Gegensatz zu mineralischen Dämmstoffen, deren Fasern verspröden (nach 30-50 Jahren) und überhaupt keine Feuchtigkeit aufnehmen können bzw. dadurch ihre Dämmwirkung verlieren, deutlich haltbarer. Zu der kürzeren Haltbarkeit, die eine frühere Sanierung nötig macht, kommen die Entsorgungskosten, da mineralische Dämmstoffe als Sondermüll gelten. Die Entsorgung verschlechtert natürlich auch massiv den ökologischen Fußabdruck.   

Flachs bietet einen hervorragenden sommerlichen Wärmeschutz sowie einen sehr guten Schutz vor winterlichem Wärmeverlust, er agiert feuchtigkeitsregulierend und ermöglicht Diffusion. Dadurch beugt er im Vergleich zu Mineralwolle Schimmelbildung  vor und bietet einen natürlichen Schutz vor Schädlingen. So entsteht ein gesundes und komfortables Wohnumfeld mit einer Dämmung ohne Biozide und anderweitige gesundheitsschädliche Zusatzstoffe.    

Dank der hohen Faserdichte und der damit verbundenen hohen spezifischen Wärmekapazität sorgt er dafür, dass Wärme sehr lange gespeichert wird, wodurch Hitze im Sommer nur langsam in ein gedämmtes Objekt hinein wandert (lange Phasenverschiebung durch höhere Masse). So bleiben die Räume schon tagsüber weniger heiß und können abends viel schneller abkühlen – ideal für Menschen, die im Sommer unter zu warmen Schlafräumen leiden. So kann selbst in Dachgeschossen im Sommer eine angenehme Schlaftemperatur erreicht werden.   

Flachs-Dämmstoff enthält keine schädlichen Chemikalien! Er ist hautfreundlich und aufgrund der antistatischen Eigenschaften besonders für Allergiker geeignet. Im Gegensatz zu Mineralwolle oder Styropor entstehen weder Haut- und Atemreizungen noch Sondermüll.  

Zudem sorgt dieses natürliche Material für die Reduzierung toxischer Emissionen im Innenraum.  

Dank der glatten, eher dichten Struktur absorbiert und dämpft Flachs Schallwellen sehr effektiv. Das Ergebnis ist ein ruhigeres, angenehmes Wohn- und Arbeitsumfeld. Flachs absorbiert besonders im mittleren bis hohen Frequenzbereich, der für Sprache und Alltagsgeräusche relevant ist. Dies reduziert den Nachhall, verbessert die Sprachverständlichkeit und sorgt für ein angenehmes Raumgefühl

Schallabsorptionswerte im Überblick: 

Material 125 Hz 250 Hz 500 Hz 1000 Hz 2000 Hz 4000 Hz 
Mineralwolle (40 mm) 0,30 0,60 0,90 1,00 1,00 1,00 
Flachs (40 mm) 0,25 0,55 0,85–0,95 1,00 1,00–1,10 1,00–1,15 


Der αₛ-Wert gibt an, wie stark ein Material Schall absorbiert:  
0 = keine Absorption,  
1 = vollständige Absorption.  

Die Werte bei höheren Frequenzen wie 500–4000 Hz zeigen, dass Flachs besonders gut und tendenziell besser als Mineralwolle den Bereich absorbiert, der für Sprache und Alltagsgeräusche entscheidend ist.

Flachs performt sehr ähnlich zu Hanf und liegt damit wärmetechnisch auf Augenhöhe mit klassischen Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Holzfaser: 

Dämmstoff Wärmeleitfähigkeit λ (W/(m·K)) 
Flachs-Matte 0,037–0,042 
Hanfmatte / -platte 0,038–0,042 
Mineralwolle 0,035–0,040 
Holzfaserplatte 0,038–0,045 
Styropor (EPS) 0,035–0,038 
Schafwolle 0,038–0,045

Flachs zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und hat sich heute als moderner, ökologischer Dämmstoff etabliert. Er vereint Nachhaltigkeit mit sehr guten bauphysikalischen Eigenschaften, ist schadstofffrei, vielseitig einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Neben zuverlässigem Wärme- und Schallschutz sorgt Flachs für ein angenehmes Raumklima und stellt eine natürliche Alternative zu mineralischen Dämmstoffen dar.

Ein wesentlicher Vorteil liegt im sommerlichen Wärmeschutz: Durch seine höhere Masse kann Flachs Wärme deutlich besser speichern und zeitverzögert abgeben. Dadurch wird die Aufheizung von Innenräumen im Sommer spürbar reduziert.

Bei sachgerechter Ausführung und dauerhaft niedriger Feuchte bleibt Flachs über Jahrzehnte leistungsfähig. Im Gegensatz dazu können mineralische Dämmstoffe mit der Zeit verspröden und verlieren bei Feuchtigkeit an Wirkung. Zudem sind sie am Ende ihrer Lebensdauer oft als Sondermüll zu entsorgen, während Flachsprodukte recycelbar sind und eine bessere ökologische Bilanz aufweisen.

Auch ökologisch überzeugt Flachs: Die Pflanze wächst schnell, benötigt wenig Wasser und meist kaum Pflanzenschutzmittel. Während des Wachstums bindet sie erhebliche Mengen CO₂, das im Baustoff langfristig gespeichert bleibt. Da die gebundene Menge die Emissionen aus Anbau und Herstellung übersteigt, gilt Flachs-Dämmstoff als klimapositiv und trägt aktiv zum Klima- und Ressourcenschutz bei.

Flachs als Dämmstoff ist in der Anschaffung teurer als Mineralwolle oder Styropor und teilweise nicht überall sofort verfügbar, doch die natürlichen Dämmstoffe werden abhängig vom Standwort zusätzlich gefördert. Zudem ist diese Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen wertbeständiger und langlebiger, was den Preis wieder ausgleicht. Für ganz bestimmte Anwendungen sind zusätzliche Brandschutzmaßnahmen nötig, doch nicht für die reguläre Dämmung von Bauteilen. Für die Perimeterdämmung und Dämmung im Außenbereich ist Flachs nicht geeignet. Wie bei jeder Dämmung erfordert die Verarbeitung Erfahrung, um Wärmebrücken oder Lücken zu vermeiden, daher empfehlen wir eine umfangreiche Einarbeitung in die Verarbeitung, bei der wir gerne helfen, wenn Sie es selbst verarbeiten wollen. 

Die Verwendung von Flachs- bzw. Leinen-Faser in der Textilindustrie weist eine jahrtausendelange Geschichte vor. Bereits im alten Ägypten kleideten sich die Bewohner in edles Leinen und wickelten auch die Mumien darin ein. Damit gilt Flachs bzw. Leinen als einer der ältesten (nachgewiesenen) Textilfasern. 

Auch in Mitteleuropa wurde Flachs bzw. Leinen zu Garnen versponnen und zu Stoffen verwebt, um daraus Kleidung, Bett- und Hauswäsche herzustellen. Allerdings wurde Ende des 19. Jahrhunderts diese Naturfaser fast vollständig durch die dann importierte Baumwollfaser verdrängt. 

Ende des 20. Jahrhunderts kam die Flachs- bzw. Leinen-Faser wieder zurück und es können heute wieder Dekorationsstoffe, hochwertige Kleidung, Schuhe und Taschen aus dieser Naturfaser gekauft werden. Nachteilig im Hinblick auf Leinenkleidung ist, dass diese sich vergleichsweise schlecht bügeln lässt.  

Flachs eignet sich gut als Dämmstoff für die Dachdämmung, aber auch für die Dämmung im Trockenbau, Decken und Akustikdecken. Ebenso kann er für die Außendämmung von Fassaden (unter Putzträger oder hinterlüfteter Holzverschalung), als Zwischenraumdämmung sowie Fußbodendämmung eingesetzt werden. Für die Perimeterdämmung ist Flachs sowie auch Hanf nicht geeignet. Er eignet sich sowohl für Neubau als auch Sanierung und Renovierung

Dämmplatten:  

Einsatzgebiet Details 
Dach (Sparren) Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung. Sorgt für guten sommerlichen Hitzeschutz (Phasenverschiebung) und schütz vor hohem winterlichem Wärmeverlust.  
Wand (Massiv wie Holzständerwerk) Gefachdämmung in Holzrahmenbauweise im Innen- wie Außenbereich. Auf Massivwänden muss eine Holzunterkonstruktion erstellt werden. Die Diffusionsoffenheit unterstützt die feuchtetechnische Sicherheit der gesamten Holzkonstruktion. 
Decke (Zwischenräume) Dämmung von Holzbalkendecken (zwischen den Balken) zur Trittschalldämmung und Verbesserung des Wärmeschutzes zur darüber liegenden Etage. 
Fußboden (Aufbau) Wird als Dämmplatte in Unterkonstruktionen oder zur Entkopplung unter Trockenestrichen (aus z.B Flachsplatten) eingesetzt. 
Vorteil Biologisch abbaubar (kompostierbar), da alle Bestandteile natürlich sind (nur die mit Jutefaser armierte Platte). Ideal für Bauherren mit höchsten ökologischen Ansprüchen. 

Decken und Dachschrägen: Platten horizontal bzw. parallel zur Sparschalung montieren. Platten in Reihen verlegen im Stoßfugenversatz, Platten anschließend an Schalungsleisten montieren, horizontale Stoßfuge stets auf Schalungsleiste befestigen (Achtung: senkrechte Stöße stets ausreichend versetzen; senkrechte Stöße nie übereinander) 

Wände: Platten horizontal bzw. quer zur Ständerkonstruktion montieren, Platten in Reihen verlegen, vertikale Stoßfuge stets auf Ständerkonstruktion befestigen (Achtung: senkrechte Stöße stets ausreichend versetzen; senkrechte Stöße nie übereinander) 

Flachs-Trennwanddämmung: Trockenbaukonstruktion vollständig mit dem Platten/Mattenmaterial füllen. Dabei auf Stoßfugenversatz achten, wenn die Fächer größer als eine Matte sind.  

Flachs-Matten und Flachs-Rollen: keine Info gefunden, hast du hier noch Input? Bei meine         

Stopfbänder und Kalfaterbänder: Mittels Spachtel oder Fugenkelle mit Kraft in Fuge drücken und auf ein hohlraumfreies Ergebnis achten. Lagenweise einstämmen und sehr fest verdichten. Die äußere Oberfläche der Fuge wird anschließend außenseitig mit Lehmkleister eingearbeitet und anschließend mit Kalkmörtel verschlossen. 

Stopfflachs: Der Dämmbereich muss klar erkennbar und gut zugänglich sein. Das Material aus den Ballen wird direkt in den Hohlraum eingeklemmt; verfilzte Stellen gegebenenfalls etwas auflockern, ein Vereinzeln der Fasern ist nicht nötig. Der Dämmraum soll optisch vollständig gefüllt sein – das Material fest, aber ohne Kraft klemmen und besonders sorgfältig in die Ecken einarbeiten. 

Schüttflachs: Nach dem Öffnen der Ballen lockert sich das Material von selbst, ein Aufreißen der Fasern ist nicht nötig. Es wird einfach mit Rechen oder Harke verteilt und sollte mindestens einmal bewegt werden. In Ecken und Anschlüssen wird es ohne Druck eingepasst. Der Einbau erfolgt möglichst diffusionsoffen – meist kann auf Folien oder synthetische Dampfbremsen verzichtet werden. 

Akustik-Vlies oder Streifen aus Flachs: Bei Höhenunterschieden Ausgleichsmasse verwenden. Vlies ohne Überlappung verlegen. Es darf getackert werden. Anschließend eine Trockenstrich-Platte als starre Scheibe verlegen. Bei höheren Dämmanforderungen sind Vliese zweilagig kreuzweise zu verlegen.   

Der Preis für Flachs liegt je nach Produktart und Dicke etwa zwischen 10 € und 55 € pro m2. Für Mineralwolle variieren die Kosten je nach Typ (Glaswolle oder Steinwolle) und liegen zwischen 5 € und 40 € pro Quadratmeter. 

Obwohl Flachs-Dämmstoff also tendenziell etwas teurer als Mineralwolle ist, bietet er dafür zusätzliche Vorteile: Er besteht aus einem natürlichen Material, sorgt für gute Wärme- und Schallisolierung und unterstützt die Feuchtigkeitsregulierung in Innenräumen ähnlich wie Hanf. Gerade der sommerliche Wärmeschutz hebt Flachs im Vergleich zu Mineralwolle hervor.  

Für Bauherren, die auf Nachhaltigkeit und ökologische Bauweise setzen, ist Flachs-Dämmung eine ausgezeichnete Wahl. Obwohl die Anschaffungskosten höher sein können, bietet er durch die längere Lebensdauer und Kompostierbarkeit finanzielle Vorteile.  

Wer sein Haus nachhaltig dämmen möchte, kann sich dafür einen Extra-Zuschuss holen. Eine Auskunft über die Möglichkeiten konkreter Förderungen sowie die Möglichkeit der Antragsstellung finden Sie beispielsweise auf der Website des bafa – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. So sind Dämmungen der Gebäudehülle sowie verschiedenste Sanierungsmaßnahmen grundsätzlich förderfähig. Über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sind Investitionszuschüsse oder zinsgünstige Kredite möglich. 

Wenn Sie ein konkretes, unverbindliches Angebot für Flachs erhalten möchten, dann bitten wir Sie uns folgende Informationen bereitzustellen. So können wir eine möglichst genaue Auskunft und Kalkulation geben

  • Was ist ihr Vorhaben? Was ist das Ziel? 
  • Wie viele Quadratmeter möchten Sie dämmen? 
  • Wie groß ist die Zwischenraumstärke? 
  • Falls bereits bekannt: Was ist die benötigte Wärmeleitfähigkeit? 
  • Bauen Sie das Material selbst ein und benötigen ein entsprechendes Werkzeug?  
  • Möchten Sie einen Altbau oder Neubau dämmen und sind die Sparrenbalken entsprechend breiter oder gleichmäßig verteilt? 

Bürobild-Beratung

Fragen zu Flachs oder natürlichen Baustoffen?


Schreiben Sie uns per Mail, WhatsApp, Telegram oder SMS, gerne auch mit Fotos oder Videos.


Oder besuchen Sie uns direkt im forum natura und entdecken Sie unsere Workshops vor Ort.
Für eine persönliche Beratung finden Sie hier den passenden Ansprechpartner.

Ja. Ökologischer Flachs ist grundsätzlich frei von Schadstoffen, hautfreundlich und verursacht weder Staubbelastung noch Juckreiz während der Verarbeitung. Dadurch eignet er sich auch ideal für Allergiker und Innenräume mit hohen Anforderungen an die Luftqualität. 

Flachs besitzt von Natur aus eine relativ hohe Entzündungstemperatur. Bei Bedarf werden natürliche Brandschutzmittel wie Soda (Natriumcarbonat) zugesetzt. Viele Produkte erfüllen so problemlos die Anforderungen der Baustoffklasse B2 (normal entflammbar). 

Ja, Flachs kann dank seiner hygroskopischen (feuchtigkeitsregulierenden) Eigenschaften bis zu 20 % seines Eigengewichts an Feuchtigkeit puffern, ohne seine Dämmwirkung zu verlieren. Der diffusionsoffene Aufbau des Materials hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu regulieren und Schimmelbildung vorzubeugen. Bei Staunässe kann es allerdings anfangen zu schimmeln. 

Sehr nachhaltig: Flachs wächst in 100 Tagen heran, benötigt kaum Wasser und kann pestizidfrei angebaut werden. Er ist sehr langlebig und recycel- oder kompostierbar – im Gegensatz zu vielen synthetischen Dämmstoffen. Letztere können ausschließlich als Sondermüll entsorgt werden. Auch die Herstellung selbst ist umweltfreundlicher, da sie weniger CO₂ verbraucht und sogar bindet.   

Flachs kann in Wänden, Decken, Dächern und sogar Fassaden eingesetzt werden – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung

Sie liegt zwischen 0,037 und 0,042 W/mK – und ist damit vergleichbar mit Mineralwolle oder Holzfaserdämmung. Dadurch bietet Flachs-Dämmung hervorragende Dämmeigenschaften.  

Die Anschaffungskosten sind leicht höher als bei konventionellen Materialien, gleichen sich aber durch Energieeinsparungen (sommerlicher Wärmeschutz -> z.B. keine Klimaanlagen) und langfristige Kosteneffizienz (Haltbarkeit und keine Entsorgungskosten) aus. Außerdem ist er in vielen Fällen förderungsfähig (besonders Industrie). Informieren Sie sich hier zum Thema Förderungen.  

Die Verarbeitung und Anwendung ist je nach Flachs-Dämmstoff produktspezifisch. Flachs als Dämmstoff ist im Allgemeinen jedoch hinsichtlich Staubbelastung und Hautreizung deutlich angenehmer zu verwenden als herkömmliche Dämmstoffe wie Mineralwolle und Polystyrol.  

Beim Kauf sollten Sie beachten, dass der gewählte Dämmstoff zu den individuellen Bedürfnissen Ihres Bauvorhabens passt. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf bei Ihren individuellen Fragen. Hier stehen die Informationen, die wir benötigen. 

Sie können uns jederzeit über das Kontaktformular kontaktieren oder während unserer Öffnungszeiten telefonisch erreichen sowie vor Ort besuchen. Auf Anfrage erhalten Sie bei uns verschiedenste Flachs-Dämmstoffe. 

Im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen punktet Flachs mit einer deutlich besseren Umweltbilanz. Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) und Polystyrol (EPS, Styropor) werden in verschiedensten Bauvorhaben häufig eingesetzt, haben jedoch starke ökologische Nachteile. Mineralwolle ist kein nachwachsender Rohstoff, muss energieintensiv produziert werden, ist schwierig zu entsorgen (Sondermüll) und kann zu Hautreizungen sowie Staubbelastung bei der Verarbeitung führen. Polystyrol ist ein fossiler Rohstoff und schwer recycelbar. Gerät dieser Stoff in Brand, so werden toxische Rauchgase freigesetzt. Hinzukommen bauliche, raumklimatische und akustikbezogene Nachteile. In Summe eine Menge Nachteile auf Seiten der konventionellen Dämmstoffe im Vergleich zu den natürlichen Rohstoffen, hier ganz besonders Hanf und Flachs. Konventionelle Dämmstoffe sind in der Regel allerdings schneller / einfacher verfügbar, oft kostengünstiger und haben teils eine bessere Wärmeleitfähigkeit in Bezug auf das Halten von Wärme im Haus während der Heizperioden. Sie bieten jedoch einen deutlich geringeren sommerlichen Wärmeschutz als Naturdämmstoffe. Die Kosten der nachhaltigen Dämmung werden sehr oft durch Förderungen reduziert. Hinzu kommt, dass sie sich dank ihrer langen Haltbarkeit im Laufe der Zeit amortisiert.