Wandheizung – Die gesunde Wärme

Dieser Artikel behandelt wasserführende Heizsysteme. Für Wärme und Kühlung. Auf Elektroheizungen wird in einem anderen Artikel eingegangen. Lassen Sie sich gerne die Haut von der Sonne wärmen? Sitzen Sie gerne an einem Lagerfeuer? Vor dem Kamin? Genau dieses Gefühl bringt Ihnen eine Wandheizung nach Hause. Keine trockene staubige Luft um Sie herum, sondern ein natürliches und sehr wohliges Raumklima. Strahlungswärme, die Sie direkt auf der Haut spüren können.  

Merkmale von Wandheizungen

Behaglichkeit durch direkte Strahlungswärme
Energiesparend und effizient (10-25% Einsparung)
Ökologie Münster
Gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum
Geräuschlos
Angenehmes, gesundes Raumklima in Verbindung mit Lehm- und Kalkputzen
Ökologie NRW
Natürliche Luftfeuchtigkeit bleibt erhalten
Ökologie NRW
Ideal für Allergiker, Asthmatiker und sensible Wohnbereiche
Design: unsichtbar integriert, platzsparend
Ökologie NRW
Langlebig, wartungsarm und kombinierbar mit Wärmepumpen
Für Neubau und Sanierung gleichermaßen geeignet
In jedes bestehende Heizungssystem Integrierbar
Nicht nur heizen, sondern auch kühlen

Was versteht man unter einer Wandheizung?

Um Wandheizungen zu verstehen hilft es einen kleinen Exkurs in die Physik zu unternehmen. Strahlung finden wir überall um uns herum – in der natürlichen wie in der künstlichen Welt. Ein Teil dieser Strahlung, solche mit sehr niedrigen Wellenlängen, empfinden wir Lebewesen als Wärme. In diesem Fall sprechen wir von Wärmestrahlung und diese versetzt die Zellen und Moleküle unserer Haut in Schwingung. Wandheizungen sind Flächenheizsysteme, bei denen die Wärme hauptsächlich in Form von Strahlung an den Raum und die darin befindlichen Objekte abgegeben wird. Das kennen wir von der Sonne, dem Kaminfeuer und aus den Zeiten, als Kachelöfen noch in jedem Haus zu finden waren. Wandheizungen sind sozusagen die technische Weiterentwicklung der alten Öfen und können in jedes moderne Energiesystem integriert werden. Sie schaffen ein besonders behagliches und angenehmes Raumgefühl, das auch noch gut für die Gesundheit ist. Denn, durch den nur sehr geringen Anteil an Konvektion wird kaum Staub aufgewirbelt, wie es bei üblichen Heizkörpern der Fall ist. 

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit die Heizung im Sommer als Kühlung einzusetzen. Statt Warmwasser wird Kaltwasser in demselben Rohrsystem zirkuliert, sodass die Räume gleichmäßig ohne Luftbewegung gekühlt werden.  

Welche Arten von Wandheizungen gibt es? 

Nasssystem

Die Rohre werden auf massiven Wänden oder anderen zum Verputzen geeigneten Untergründen angebracht. Dabei ist eine gründliche Planung wichtig, um die ideale Gesamtfläche der Heizung und ihren Verlauf zu kalkulieren. Danach wird das Rohrsystem in einen sinnvollen Wandaufbau integriert, bestehend aus Unter- und Oberputz, gefolgt von einem Fein- oder Dekorputz. 

Trockenbau

Die einfachste und schnellste Methode. Fertige Trockenbauelemente mit integrierten Rohren werden systematisch an die Wände angebracht. Durch nicht vorhandene Trocknungszeiten kann so enorm viel Zeit gespart werden, da die verlegten Platten direkt mit einem dünnen Fein- oder Dekorputz verputzt werden können. 

Für welche Art von Wandheizung sollte ich mich entscheiden?

Jedes Gebäude und jeder Raum hat seinen eigenen Nutzungs- und Gestaltungsanspruch. Neu- wie Altbauten, Wohn- und Ferienhäuser können von den vielen Vorteilen der Wandheizung profitieren. Welches Heizungssystem sich für welches Projekt eignet, ist von vielen Faktoren abhängig und sollte individuell entschieden werden.  

Elektrowandheizungen eignen sich besonders für Gebäude und Räume, die nur temporär genutzt werden. Sie erfreuen sich schneller Aufheizzeiten und einer wenig aufwendigen und kostengünstigen Installation und können sehr schnell in bestehende Systeme eingebunden werden. Dafür haben sie später die höchsten Betriebskosten. In dem anderen Fall der ganzjährlichen Nutzung eines Gebäudes ist eine wasserführende Heizung in den allermeisten Fällen die sinnvollere Wahl.   

Generell lassen sich für bestimmte Bau-Situationen bestimmte Heizungssysteme empfehlen. Für massiv gemauerte oder gebaute Wände wie bei einem Altbau oder Fachwerkhaus eignet sich das Nasssystem. In Verbindung mit einem kapillaroffenen und diffusionsoffenen Innendämmsystem können Altbauten bis hin zu historischen Gebäuden energetisch saniert werden. Wenn Sie die Heizung selbst verbauen wollen, um Geld zu sparen oder einfach mit dem Baustoff Lehm arbeiten wollen, eignet sich ebenso das Nasssystem. Für einen geplanten Neubau, der von schneller Umsetzung profitiert, eignet sich der Trockenbau. Bei Trockenbauwänden bietet es sich an, beim Trockenbau zu bleiben. Sollte die Wand keinen ebenen Untergrund aufweisen, kann mit den Trockenbauelementen und einer Holzunterkonstruktion auch das schnell ausgeglichen werden. Bei Dachschrägen kommen die Trockenbauelemente zum Einsatz.   

Warum sollten Sie sich für eine Wandheizung entscheiden?

Eine Wandheizung ist eine moderne und platzsparende Art zu heizen, bei der keine sichtbaren Heizkörper mehr nötig sind und dadurch mehr Freiheit für die Raumgestaltung entsteht. Sie lässt sich im Neubau ebenso einfach einplanen wie bei Sanierungen und funktioniert in Trocken- wie Massivbauwänden. Durch ihre angenehme Strahlungswärme verteilt sich die Wärme gleichmäßig im Raum, kalte Ecken werden vermieden und die Anlage kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus, was sie besonders energieeffizient macht. Außerdem arbeitet eine Wandheizung leise, ist nahezu wartungsfrei und harmoniert ideal mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie oder Wärmepumpen. Die Behaglichkeit hängt nicht nur von der Lufttemperatur, sondern auch von der Temperatur der Wände, Decken und Böden ab. Je wärmer diese Flächen sind, desto weniger Lufttemperatur wird zum Wohlfühlen gebraucht. Beim Lüften geht dadurch weniger Wärmeenergie verloren und insgesamt lassen sich bis zu 20% der Energiekosten gegenüber Heizkörpern einsparen.

Wie kann eine Wandheizung das Raumklima und die Gesundheit verbessern?

Wandheizungen schaffen ein Raumklima, das sich sofort natürlich und wohltuend anfühlt – selbst bei niedrigeren Raumtemperaturen, was zudem den Energieverbrauch senken kann. Statt die Luft stark zu erwärmen, geben sie sanfte Strahlungswärme ab. Dadurch bleibt die Luft ruhiger, trocknet weniger aus und wirbelt deutlich weniger Staub auf. Staubteilchen können aus organischen ( Blütenpollen, Bakterien, Pilzsporen) oder anorganischen Materialien (Gesteinsstaub, Mineralfasern) bestehen. Ein allgegenwärtiger Staub aus organischem und anorganischem Material ist der Hausstaub. Das macht Wandheizungen besonders geeignet für Allergiker und empfindliche Personen. Außerdem unterstützt die behagliche Wärme die Durchblutung und kann Muskelverspannungen reduzieren. Die Wände selbst bleiben warm und trocken, was Schimmelbildung verhindert und das Wohngefühl nachhaltig verbessert. So entsteht ein gleichmäßig temperierter Raum ohne kalte Ecken, Zugluft oder trockene Heizungsluft. In Kombination mit diffusionsoffenen Wandmaterialien wie Lehm oder Kalk entsteht ein gesundes, schadstoffreduziertes Raumklima. Eine Wandheizung sorgt damit nicht nur für Komfort, sondern auch für ein gesundes und ausgewogenes Wohnklima, das man jeden Tag spürt. 

Ökologische Heizung

Vergleich mit herkömmlichen Heizsystemen

Herkömmliche Heizungen wie Wand- oder Standheizkörper erwärmen vor allem die Luft im Raum, welche dann im Raum zirkuliert. Dadurch entstehen oft ungleichmäßige Temperaturen, kalte Zonen und Zugluft. Die Luftzirkulation wirbelt Staub, Pollen und Allergene auf, was besonders für Allergiker problematisch sein kann. Heizkörper beanspruchen zudem Wand- und Stellfläche, was die Raumgestaltung einschränkt. Konventionelle Systeme arbeiten oft mit höheren Vorlauftemperaturen von bis zu 90°C – hingegen Wandheizungen eine Vorlauftemperatur zwischen 35°C und 45°C bedürfen. Heizkörper können störende Geräusche durch Ventile erzeugen und erfordern regelmäßige Wartung, während eine Wandheizung nahezu wartungsfrei ist

Vorteile und Nachteile von Wandheizungen

Vorteile Nasssystem / Vorteile Trockensystem

  • Einfache Verarbeitung  

-> kann jeder machen 

  • Material günstig 
  • Flexibles System 
    -> an jede Wandform anpassbar 



  • Sehr schnelle Umsetzung 
  • Fast keine Trocknungszeiten 
  • Installation weniger aufwendig  
    -> günstiger 
  • Sehr gut planbar 

Nachteile Nasssystem / Trockensystem

  • Lange Trocknungszeiten 
  • Bringt viel Feuchtigkeit in das Gebäude 
  • Evtl. aufwendige Vorbereitung der Räume  


  • Elemente sind sehr schwer  
    -> Verarbeitung nicht einfach 
  • Material teurer  


Ökologische Wandheizung
Ökologische Heizung

Wie und wo wird eine Wandheizung eingebaut?

Es gibt Rohre, zur Eigenmontage oder für die Verlegung vom Profi oder auch fertige Trockenbauelemente. Bei Trockenbauplatten sind eine maximale Putzüberdeckung von 10mm und die Verwendung eines Putzsystems mit einer Rohdichte von mind. 1500 kg/m 3 zu empfehlen. Der U-Wert der Wand sollte bei Neubauten unter 0,35 W/m²K, bei Altbauten unter 0,45 W/m²K bzw. 0,35W/m²K entsprechend EnEV, um die Wärmeverluste in die Wand einzugrenzen und die angegebene Leistung der Trockenbau-Elemente zu erreichen. Rohrleitungen sind mit 2-Lagigem Putz zu überarbeiten, mit Gewebe.

In welchen Räumen ist eine Wandheizung geeignet?

Generell eignet sich eine Wandheizung für jede Wand, vor der keine hohen Möbel wie Kleiderschränke gestellt werden. In Räumen wie der Küche, wo viel Wandfläche von Möbeln verdeckt ist, bietet sich eine Fußboden- oder Deckenheizung an. Auch Dachschrägen eignen sich für dein Einsatz einer Wandheizung. 

AnwendungsgebietErläuterung
WohnräumeGleichmäßige Wärme ohne kalte Zonen, besonders angenehm in Wohn- und Schlafzimmer.
KinderzimmerSanfte Strahlungswärme und staubreduzierte Umgebung schaffen ein gesundes Raumklima für Kinder.
BadezimmerDurch die Kombination mit Lehm- oder Kalkputz kann die Feuchtigkeit vom Putz aufgenommen und wieder abgegeben werden. Ideal in Kombination mit Fußbodenheizung. Bitte das Lüften trotzdem nicht vergessen
Büro- & PraxisräumeGeräuschloser Betrieb und reduzierte Luftzirkulation fördern Konzentration und Komfort.

Wo sollte eine Wandheizung positioniert werden?

Eine Wandheizung bedeckt nicht die gesamte Wandfläche und schon gar nicht alle Wände des zu beheizenden Raums. Vielmehr wird sie gezielt an Wände gebracht, die in der Nähe der Bereiche sind, in denen sich Personen häufig aufhalten. Das sind z.B. Sitzgruppen, Essbereiche, Schreibtische oder Ruhezonen.  

Weiterhin sollte bei der Positionierung die Raumverteilung beachtet werden. Wandheizungen eignen sich besonders an Außenwänden und Wänden, die zu unbeheizten Räumen orientiert sind. Kälte kann nicht strahlen aber Wärme absorbieren. Deswegen fühlen sich diese Wände besonders unbehaglich an. Damit keine unkontrollierten Wärmeverluste entstehen, unterliegt im Alt- wie Neubau der Aufbau der Außenwände den Anforderungen der EnEV. Mehr dazu hier. Eine nachträgliche Innen- oder Außendämmung kann im Bestand vonnöten sein. Hierzu werden diffusionsoffene und kapillaraktive Materialien wie Holzfaser oder Flachs empfohlen.  

Wie wird eine Wandheizung installiert?

Die Installation erfolgt im Nass- oder Trockenbausystem. Wir beraten Sie gerne im Voraus zu Ihrem individuellen Vorhaben.  

Nasssystem: Die zu belegenden Wandflächen müssen eine ausreichende Festigkeit besitzen sowie den statischen Anforderungen zur Aufnahme der Register und des Putzes genügen. Die Wandflächen müssen die Voraussetzungen für eine ausreichende Putzhaftung erfüllen. Die Verlegung kann über zwei Methoden realisiert werden. Entweder über Register, also fertig montierte Elemente bestehend aus bereits gebogenen Rohren und Klemmschienen, die nebeneinander an die Wand gebracht und verbunden werden. Die Elemente können in verschiedenen Größen geliefert werden. Diese Methode ermöglicht ein zügiges Verlegen der Rohre auf großen und ebenen Flächen. Rohre und Klemmschienen können auch lose geliefert werden, welche dann vor Ort an den jeweiligen Raum angepasst werden. Das Verlegen des Systems ist aufwendiger, aber so können auch unregelmäßige und verwinkelte Räume mit der Heizung versehen werden. Je nach Bedarf können auch beide Methoden kombiniert werden.   

In beiden Fällen wird das Rohrsystem nach der Verlegung in einen sinnvollen Wandaufbau integriert, bestehend aus Unterputz und armiertem Oberputz, gefolgt von dem Wandfinish Ihrer Wahl, passend zum vorigen Putzaufbau. 

Trockenbau: Die zu belegenden Wandflächen müssen eine ausreichende Festigkeit besitzen sowie den statischen Anforderungen zur Aufnahme der Trockenbau-Elemente genügen. Außerdem müssen die Wände hinreichend eben sein, um die Trockenbau-Elemente beim Befestigen nicht zu verspannen. Unebene Wände können durch einen Ausgleichsputz oder durch eine Holz-Lattenkonstruktion egalisiert werden. Das Trockenbauelement ist eine 25mm starke Lehmbauplatte mit integrierten Heizrohren. Sie werden wie andere Trockenbauplatten auf flächigen Untergründen angebracht. Je nach Größe des Raums und der Positionierung der Heizung verbleiben freie Flächen an der Wand, welche mit einfachen Lehmplatten aufgefüllt werden. Danach werden evtl. Lücken mit Unterputz aufgefüllt und die gesamte Fläche zweilagig mit einem armierten Oberputz versehen. Im Anschluss wird ein Wandfinish aufgetragen. Eine umfassende Einbauanleitung finden sie hier. 

Ökologisch heizen

Wissenswertes:

Beide Systeme werden nach der Verlegung an den Heizkreisverteiler angeschlossen und auf Dichtheit geprüft. Wenn alles fertig ist, wird dann über Raumthermostate jeder Raum einzeln temperaturgeregelt.  

Technische Daten:
NasssystemTrockenbau
Material Heizrohr:Mehrschichtverbundrohr, Ø 16 x 2 mm (PE-RT/Aluminium/ PE-RT), DIN DVGW geprüftMehrschichtverbundrohr, Ø 16 x 2 mm (PE-RT/Aluminium/ PE-RT), DIN DVGW geprüft
Max. Temp./Druck:95 °C/10 bar95 °C/10 bar
Vorlauftemperatur:bei Wärmepumpen 35 °C  bei sonstigen Heizquellen: 45 °Cbei Wärmepumpen 35 °C  bei sonstigen Heizquellen: 45 °C
Leistung:(bei ∆T = 5 °C, TRaum = 20 °C)  100 W/m2 bei 35 °C Vorlauftemperatur  200 W/m2 bei 45 °C Vorlauftemperatur(bei ∆T = 5 °C, TRaum = 20 °C)    85 W/m2 bei 35 °C Vorlauftemperatur  170 W/m2 bei 45 °C Vorlauftemperatur
Material Füllstoff:Lehm- oder Kalkputz, mit oder ohne ZuschlägeLehm, Stroh, natürliche Zuschlagstoffe
Rohdichte:mind. 1500 kg/m3 empfohlen1400 kg/m3

Welches Wandfinish kann auf Wandheizungen erfolgen?

Damit das System Wandheizung ideal zum Tragen kommt, sollte der Wandaufbau von Anfang bis Ende diffusionsoffen konstruiert sein. Daher ist in allen Fällen auch der Endbelag so zu wählen. Lehm- oder Kalkdekorputze sowie auch Farben bieten sich an. Holzvertäfelungen sind nicht sehr geeignet, da sie wiederum isolieren und befestigt werden müssen.  

Im Spritzwasserbereich und unter Fliesen sollte die Wandheizung im Nasssystem verlegt werden, da ein hydraulischer Mörtel benötigt wird, der die hohe Feuchtigkeit besser aufnehmen kann?  

Wandheizungen: Wussten Sie’s schon?

Eine der ältesten Formen der Wandheizung stammt aus dem alten Rom – das Hypokaustum. 
Dort wurde warme Luft aus einem Feuerraum durch Hohlräume in den Wänden geführt, um die Räume zu beheizen. Das Prinzip war praktisch identisch mit modernen Wandheizungen: große, warme Wandflächen, die angenehme Strahlungswärme abgeben. 

Also: Wandheizungen sind kein modernes Produkt, sondern beruhen auf einer über 2.000 Jahre alten Technik, die damals schon in Luxusvillen und römischen Bädern eingesetzt wurde. 

Wie viel kostet eine Wandheizung?

Wie viel genau eine Wandheizung kostet und welcher Aufwand für den Einbau betrieben werden muss, hängt natürlich von Ihrer individuellen Situation ab. Wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen einen Kostenvoranschlag.  

Dennoch lässt sich eine grobe Kosteneinschätzung für Wandheizungen durchaus treffen. Bei Nasssystemen, die mit Lehm- oder Kalkputz ausgeführt werden, liegen die Preise meist zwischen 70-150 €/m2. Darin enthalten sind die Heizrohre, das Befestigungssystem, das benötigte Anschlussmaterial sowie der komplette Putzauftrag inklusive Arbeitszeit und Material.  

Trockensysteme sind etwas teurer und kosten in der Regel 100-200 €/m2. Hier sind die Trockenbauplatten mit integrierten Rohren, die Unterkonstruktion, Befestigungselemente, das Anschlussmaterial und die Montage bereits eingerechnet. Nicht enthalten sind jedoch häufig vorbereitende Arbeiten wie das Entfernen oder Ausgleichen des alten Putzes, neuer Verputz außerhalb der Heizfläche sowie anschließende Malerarbeiten. 

Kann ich eine Trockenbau-heizung selbst verlegen?

Durch den modularen Aufbau und die guten Anleitungen, die inkl. Bilder mit Aufbau zur Verfügung stehen, sowie die Möglichkeit, das benötigte Spezialwerkzeug bei uns auszuleihen, ist eine Selbstverlegung gut möglich. Prinzipiell kann jeder Heimwerker die Installation der Heizung von Anfang bis Ende durchführen. In der Praxis bedürfen bestimmte Schritte der Installation professionelle Aufmerksamkeit. Besonders die Dichtheitsprüfung und evtl. der elektrische Anschluss sowie die Integration in die heimische Heizanlage bergen die größten Fehlerquellen. In der Regel erfragen Versicherungen in einem Schadensfall den Nachweis für einen professionellen Einbau. 

Folgendes Spezialwerkzeug wird benötigt: 

  • Presszange mit passenden Pressbacken 
  • Rohrabroller für Heizrohre 
  • Kalibrier- und Entgratungswerkzeug für Heizrohre 
  • Druckprüfpumpe (für Dichtheitsprüfung) 
  • Evtl. Handkreissäge mit Führungsschiene für den Plattenzuschnitt 

Alle Werkzeuge leihen wir bei Bedarf aus. 

Holen Sie sich ein konkretes Angebot bei uns ein

Wenn Sie ein konkretes Angebot für Ihre Wandheizung erhalten möchten, bitten wir Sie uns folgende Informationen bereitzustellen, damit wir Ihnen eine möglichst genaue Auskunft geben können: 

  • Was ist ihr Bauvorhaben – welchen Zweck soll die Wandheizung erfüllen?  
  • Bitte bereiten Sie auch einen Grundrissplan vor. 
  • Soll das gewählte System in Kombination mit einer weiteren Wärmeverteilung betrieben werden? 
  • Möchten Sie die Wandheizung selbst verbauen? 
  • Auf welchem Untergrund soll die Wandheizung installiert werden (Massivwand, Trockenbau)? 
  • Wie wird im Gebäude Wärme erzeugt?  
  • Welchen Dämmstandard hat ihr/-e Haus/Wohnung? 
  • Liegt Ihnen bereits eine Heizlastberechnung oder ein Wärmeschutznachweis vor? Falls ja, fügen Sie diese bitte bei. Wenn nicht, benötigen wir die U-Werte der Außenwände, des Dachs bzw. der obersten Geschossdecke, der Fenster und des Bodens. Sollten diese Werte nicht vorliegen, beschreiben Sie bitte den jeweiligen Wand- und Deckenaufbau sowie die verwendeten Materialien so genau wie möglich. Skizzen zu den Aufbauten können ebenfalls gern beigefügt werden. 
  • Gibt es besondere Wünsche bezüglich der Oberflächenverkleidung oder Raumgestaltung? 
  • Was ist das gewünschte Wandfinish? 

Mit diesen Informationen können wir Ihnen ein auf Ihr Projekt zugeschnittenes Angebot erstellen. Melden Sie sich gerne über E-Mail ( info@forumnatura.de) oder über unser „Bau-Handy“ 0177-8935692 (WhatsApp + Telegram) bei uns. 

Häufige Fragen zu Wandheizungen

Wie viel verbraucht eine Wandheizung im Vergleich?

Wandheizungen verbrauchen weniger Energie, weil sie überwiegend Strahlungswärme erzeugen und damit direkt den Körper und die Raumoberflächen erwärmen – nicht die Luft. Dadurch fühlt sich der Raum schon bei 2-3 °C niedrigerer Lufttemperatur angenehm warm an. Gleichzeitig verteilt die große Heizfläche die Wärme sehr gleichmäßig, sodass niedrige Vorlauftemperaturen von nur 35-45 °C ausreichen. Das reduziert den Energiebedarf deutlich und vermeidet unnötige Wärmeverluste durch Luftbewegung oder Wärmepolster an der Decke. Besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe arbeitet die Wandheizung dadurch extrem effizient. In der Praxis sind Energieeinsparungen von rund 10–25 % gegenüber klassischen Heizkörpern realistisch. 

Womit wird eine Wandheizung betrieben?

Mit warmem Wasser wie ein normaler Heizkreis. Sie kann an Wärmepumpe, Gas- sowie Pelletheizung oder Fernwärme angeschlossen werden. 

Kann ich eine Wandheizung mit Heizkörpern kombinieren?

Ja, beide Systeme lassen sich problemlos gemeinsam nutzen. Die Wandheizung läuft dabei einfach über einen separaten Niedertemperaturkreis. 

Kann ich eine Wandheizung in mein bestehendes System einbinden?

Ja, sie lässt sich fast immer nachrüsten. Oft reichen ein zusätzlicher Mischer oder Verteilerkreis. 

Muss ich den alten Wandbelag oder vorhandenen Putz von der Wand entfernen?

Nur wenn er locker oder nicht tragfähig ist. Stabiler Putz kann bleiben und als Untergrund dienen. 

Wieso kann eine Wandheizung mit so geringen Vorlauftemperaturen betrieben werden?

Die große Fläche verteilt Wärme sehr effizient. Dadurch reichen etwa 35-45 °C, statt 55–70 °C bei Heizkörpern. 

Geht Wärme über die Wand nach außen verloren?

Bei ungedämmten Außenwänden ja, daher vorher dämmen. Bei gedämmten Außenwänden und Innenwänden ist der Verlust minimal. 

Wie schnell lassen sich Wandheizungen an- und ausschalten?

Erste Wärme ist nach 10–20 Minuten spürbar. Eine deutliche Temperaturänderung dauert etwa 20–40 Minuten

Sind schwankende Temperaturen problematisch für den Putz?

Nein, bei Lehm- oder Kalkputz ist das unkritisch. Diese Putze vertragen Temperaturwechsel sehr gut. 

Was bedeutet Wärmestrahlung?

Wärme wird direkt von Flächen auf den Körper übertragen. Dadurch entsteht ein sehr behagliches, zugfreies Wärmegefühl. 

Eignen sich Außen- wie Innenwände gleichermaßen?

Ja, beide sind möglich. Außenwände sollten jedoch gedämmt sein, um Verluste zu vermeiden. 

Reagieren Wandheizungen träge?

Wandheizungen reagieren spürbar schneller als Fußbodenheizungen, weil die Heizrohre direkt unter dem Putz liegen und nur wenig Masse erwärmt werden muss. Erste fühlbare Wärme entsteht meist nach 10 –20 Minuten, eine deutliche Veränderung der Raumtemperatur nach 20–40 Minuten. Um einen 20-m²-Raum von 15 auf 20 °C zu bringen, benötigt eine Wandheizung je nach Wandmaterial, Möblierung, Vorlauftemperatur und Dämmung etwa 60–120 Minuten. Sie ist damit zwar nicht so unmittelbar wie ein Heizkörper – der sofort heiße Luft abgibt –, erzeugt aber eine gleichmäßigere und angenehmere Wärme. Gegenüber einer Fußbodenheizung reagiert sie schneller, da über den Rohren weniger Speichermasse liegt und die Wärme schneller in den Raum gelangt. 

Eignen sich Außen- wie Innenwände gleichermaßen?

Ja, beide sind möglich. Außenwände sollten jedoch gedämmt sein, um Verluste zu vermeiden. 

Reagieren Wandheizungen träge?

Wandheizungen reagieren spürbar schneller als Fußbodenheizungen, weil die Heizrohre direkt unter dem Putz liegen und nur wenig Masse erwärmt werden muss. Erste fühlbare Wärme entsteht meist nach 10 –20 Minuten, eine deutliche Veränderung der Raumtemperatur nach 20–40 Minuten. Um einen 20-m²-Raum von 15 auf 20 °C zu bringen, benötigt eine Wandheizung je nach Wandmaterial, Möblierung, Vorlauftemperatur und Dämmung etwa 60–120 Minuten. Sie ist damit zwar nicht so unmittelbar wie ein Heizkörper – der sofort heiße Luft abgibt –, erzeugt aber eine gleichmäßigere und angenehmere Wärme. Gegenüber einer Fußbodenheizung reagiert sie schneller, da über den Rohren weniger Speichermasse liegt und die Wärme schneller in den Raum gelangt. 

Kann ich Möbel vor die Wand stellen?

Ja, aber nicht zu dicht und nicht großflächig geschlossen. Schwere Schränke direkt davor mindern die Wärmeabgabe. 

Kann ich Dinge an der Wand befestigen?

Ja, sofern man weiß, wo die Rohre verlaufen. Mit einem Rohrplan oder Detektor lassen sich Schäden vermeiden. 

Was ist der Unterschied zwischen Strahlungswärme und Konvektion?

Strahlungswärme erwärmt direkt Körper und Flächen, Konvektion erwärmt primär die Luft durch Luftbewegung. 

Können bei einer Wandheizung die Presskupplungen undicht werden?

Bei fachgerechter Verpressung praktisch nein; sie sind dauerhaft dicht. 

Wie viele Wandheizungs-Platten benötige ich für meinen Raum?

Abhängig von Raumgröße und Heizlast – Ergebnis der Heizlastberechnung. 

Wie muss ich mir die Wirkung der Strahlungswärme bei einer Wandheizung vorstellen?

Die warme Wand strahlt gleichmäßig Wärme in den Raum, ähnlich wie Sonnenwärme. 

Kann die Wandheizung an Dachschrägen montiert werden?

Ja, technisch problemlos. Dafür kommen die Trockenbau-Elemente zum Einsatz. 

Kann die Wandheizung auch als Deckenheizung eingesetzt werden?

Ja, besonders effektiv als Strahlungsfläche. 

Können die Wandheizungs-Platten zugeschnitten werden?

Nein, die intern verlaufenden Leitungen würden durchtrennt werden. Die Platten können nach hinlänglicher Kalkulation und Planung in drei verschiedenen Größen bestellt werden, sodass sie für jeden Einsatzbereich passend vorliegen. 

Kann eine Wandheizung mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden?

Ja, sehr gut kombinierbar im Niedertemperatursystem. 

Weshalb ist eine Heizlastberechnung auf Konvektion für eine Wandheizung in der Regel zu hoch dimensioniert?

Strahlungswärme wird effizienter wahrgenommen – weniger Leistung nötig. 

Wie wird eine Wandheizung angeschlossen?

Über Vor- und Rücklauf an das Heizsystem (Heizkreisverteiler), meist mit Pressfittings. Wenn das System in ein bestehendes System mit Heizkörpern integriert wird, wird ein separater Niedertemperaturkreislauf eingerichtet. 

Wie kann die Wandheizung geregelt werden?

Über Raumthermostate, Einzelraumregelung oder zentrale Regelung. 

Können Lichter in der Heizfläche integriert werden?

Ja, z. B. Wandlampen mit ausreichendem Abstand zu Rohren. Das Kabel sollte dann hinter der Platte zum entsprechenden Ort der Lampe geführt werden. 

Muss die Wandheizung entlüftet werden?

Ja, wie jede wassergeführte Heizung. 

Brauch ich für die Montage der Wandheizung einen Fachmann (Heizungsinstallateur)?

Nicht zwingend, aber empfohlen für Anschluss und Inbetriebnahme. 

Wie werden die Wandheizungs-Elemente befestigt?

Verschraubt auf Unterkonstruktion oder direkt auf tragfähigem Untergrund. 

Wie kann nachträglich der Verlauf der Heizungsrohre in der Wand festgestellt werden?

Ja, mit unserer Thermofolie, einer Wärmebildkamera oder einem Leitungssucher. 

Was ist Transmissionswärmeverlust?

Wärmeverlust durch Bauteile wie Wände, Fenster, Dach. 

Wie funktioniert eine Heizlastberechnung?

Eine Heizlastberechnung dient dazu, den tatsächlichen Wärmebedarf eines Raumes exakt zu ermitteln. Maßgeblich sind dabei unter anderem die Nutzung des Raumes, die Anzahl und Ausrichtung der Außenwände, Fenster und Türen sowie die Lage im Gebäude und angrenzende Räume. Hierfür werden alle relevanten baulichen und nutzungsbedingten Faktoren raumweise erfasst und daraus die erforderliche Heizleistung für jeden einzelnen Raum berechnet.